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Ein Blick zur falschen Zeit


Es ist ein verregneter Abend und ich streife ziellos durch Berlin, meiner Heimatstadt. Vor einem Schaufenster bleibe ich stehen, blicke mir dir Auslage an, als plötzlich eine traumhafte Lady neben mir steht. Lange, extrem dunkle Haare, ein leicht spöttisches Lächeln auf den Lippen und Augen, die einem wohl auf den Grund der Seele schauen können.
Kurz darauf geht sie weiter und wie unter einem inneren Zwang, folge ich ihr.

Sie geht in ein Cafe, lässt sich lässig am Tresen nieder und bestellt sich einen Cappuccino. Auch ich setze mich an einen Tisch, bestelle einen Cafe und versuche krampfhaft nicht ständig zu ihr hinüber zu sehen. Dies gelingt mir jedoch nicht gerade gut und plötzlich dreht sie ihren Kopf und blickt mir direkt in die Augen. Mir wird heiß und kalt zugleich, ich versuche wegzusehen, doch sie lässt dies scheinbar nicht zu. Sie lächelt spöttisch, dann winkt sie mit ihrem Finger und ich kann gar nicht anders als mich zu erheben und zu ihr zu gehen. Dann höre ich sie sprechen und ihre Stimme fesselt mich auf der Stelle: "Manieren hast du wohl gar keine; eine Lady starrt man nicht an, was fällt dir Wicht ein?" Ich werde rot und meine Stimme versagt mir. Sie schlägt mir mit der flachen Hand ins Gesicht und herrscht mich an: "Wirst du wohl antworten, wenn ich dich etwas frage? Dir werde ich Manieren beibringen, dass kann ich dir versprechen."
Ich will etwas sagen, doch sie erhebt sich einfach, nimmt ihren Cappuccino und setzt sich an einen Tisch. Dann winkt sie mich erneut zu sich heran und wieder muss ich ihr folgen. " Na wenigstens dies klappt ja ohne Widerrede, eigentlich ist es gut, dass dir immer die Worte fehlen, das ist ausbaufähig." Sie lacht, blickt mir tief in die Augen und ich versinke in diesen. Ich habe das Gefühl, dass sie mir gerade in die Tiefen meiner Seele blickt und merke, dass ich dieser Lady gerade verfalle. Sie greift in ihre Handtasche und zieht ein Halsband heraus. Dieses legt sie auf den Tisch und schiebt es zu mir herüber. "Das wirst du nun anlegen" sagt sie nur und ich nehme tatsächlich dieses Halsband und lege es an. Wieder lacht sie und ruft den Kellner. Er kommt herüber, ich zahle die Rechnung, dann steht sie auf, kommt zu mir herüber und nimmt eine Kette aus ihrer Tasche. Diese befestigt sie an meinem Halsband und zieht mich kommentarlos hinter sich her aus dem Cafe. Vor der Tür bleibt sie stehen und macht mir unmissverständlich klar, dass ich mich gefälligst auf allen Vieren zu bewegen habe. Ich sinke zu Boden und krabbel hinter ihr her. Sie geht mit mir in die Tiefgarage, öffnet den Kofferraum ihres Autos, nimmt eine Menge Einkaufstüten heraus und sagt zu mir: "Los, hinein mit dir, ich bin noch lange nicht fertig mit dir."
Ich krabbel hinein und lege mich wie gefordert auf den Rücken. Sie nimmt ihre Einkaufstüten und legt sie auf mich. Plastikgeruch macht mir das Atmen schwer, dann drückt sie den Deckel zu und die Tüten werden tief auf mich gedrückt. Dumpf höre ich, wie sich ihre Schritte entfernen, eine Tür schlägt zu und der Motor wird angelassen.

In der Dunkelheit liegend wird mir bewusst, dass ich mich in ihrer Gewalt befinde, dass ich hier im Kofferraum eines Wagens liege, angekettet bin und ohne jegliche Chance mich selbstständig zu befreien. Leichte Panik, aber auch ein Gefühl der Erfüllung, überkommt mich. Die Fahrt dauert viele Stunden, längst hat die Panik die Überhand gewonnen. Dann stoppt der Wagen, der Deckel wird geöffnet und sie zieht mich ohne ein Wort aus dem Kofferraum und hinter sich her.

Ich bemühe mich, mit ihr Schritt zu halten, was nicht leicht ist, denn sie läuft recht schnell. Sie öffnet die Tür ihres Hauses, bindet mich am Treppengeländer fest und entfernt sich. Kurz darauf kehrt sie zurück. Ihre Worte klingen wie Peitschenhiebe als sie meint: "So du Töle, ab sofort wirst du, deiner Stellung entsprechend, den Kopf nur noch unten lassen und ich verspreche dir, wenn du dieser simplen Anweisung nicht gewachsen bist, wirst du es bereuen. Nun wollen wir mal testen, ob du in dieser Stellung Treppen steigen kannst." Sie steigt die Stufen empor und ich versuche ihr zu folgen, kann jedoch nicht an mich halten und hebe meinen Blick. Was ich sehe raubt mir fast den Atem. Ein Wahnsinnshintern steckt in einer hautengen Lackhose, kniehohe Lederstiefel mit endlosen Absätzen betonen diese Traumfigur. Nur leider war dieser Blick ein Fehler, wie ich schnell merkte. Brutal zog sie an der Kette, das Halsband verengte sich und raubte mir die Luft. "Was hatte ich gesagt, selbst diese einfache Anweisung war wohl zu schwer für dich - nun gut, ich halte mein Versprechen. Meine Hintern gefällt dir wohl, na gut, dann werdet ihr halt gute Freunde werden." Was sie damit meinte sollte ich, oben angekommen, schnell zu spüren bekommen. Sie führte mich zum Sofa und ich musste meinen Kopf darauf legen. So fixiert ließ sie mich alleine und mir wurde klar, dass dieser Blick wohl zuviel gewesen ist. Das Telefon klingelte und sie näherte sich mir. Sie lief mit ihren spitzen Absätzen über meinen Körper wie über einen Teppich, dann drehte sie sich auf meinem Bauch. Der Schmerz war unerträglich und ich öffnete meinen Mund um zu schreien, doch diesen Schrei erstickte sie schnell, denn dieser göttliche Hintern senkte sich auf mein Gesicht und presste mich tief ins Sofa. Sie nahm den Hörer ab und begann zu telefonieren und mir wurde schnell klar, das es wohl mein Schicksal war, von ihrem Hintern erstickt zu werden. Nicht den Hauch einer Möglichkeit würde ich haben dies zu verhindern. Sie wäre in der Lage mich mit ihrem Hintern zu ersticken. Nie zuvor wurde mir meine Hilflosigkeit so vor Augen gehalten - ich war ihrer Gnade ausgeliefert und hatte nicht viel dafür getan, diese zu erhalten.

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